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Herren 40 verlieren deutlich zum Auftakt














(Bild: Matthias Seitzinger auf 1 hatte den Einzelsieg in greifbarer Nähe)

Ohne Hannes Moll traten unsere Herren 40 beim favorisierten FC DJK Burgoberbach an. Für ihn rückte Dieter Mohr nach, der jedoch sein Einzel klar gegen Norbert Kelm abgeben musste. Der doch etwas korpulente Gegner manövrierte seinen Körper überraschend flott übers Feld und legte Mohr die Bälle sehr platziert ins Feld. Dieter kam durch guten Einsatz zumindest auf 3 Gegenpunkte, hatte aber nie eine echte Siegchance. Ergebnis: 2:6, 1:6.

Nicht viel besser erging es Dietmar Wenzlik gegen den drahtige Norbert Höchsmann, der sich im Nachhinein als erfolgreicher Marathon-Läufer zu erkennen gab. In der Partie kam es zu langen Grundlinienduellen, in denen sich der Kämpfer Dietmar zuhause fühlte. Er schaffte es auch hin- und wieder, Höchsmann weit aus dem Feld zu treiben und am Netz zu punkten. Dennoch war Höchsmann unter dem Strich einfach sicherer und machte auch unter Druck weniger Fehler. Satz 1 holte er sich mit 6:3, im Zweiten hatte er sich noch besser auf seinen Gegner eingeschossen und ließ nur einen Gegenpunkt zu.

Kapitän Holger Bischoff wagte das Einzel und hoffte, dass sein lädierter Spann nicht wieder Probleme machen würde. Gegen Eugen Schalk war ein schmerzfreier Laufapparat auch dringend erforderlich. Auch hier gab es lange Ballwechsel von den Grundlinien, in denen Holger gut mithalten konnte. Der groß gewachsene Schalk hatte aber dennoch das variablere Spiel zu bieten und brachte Holger mit eingestreuten Stopps und Slice-Bällen immer wieder in Bedrängnis. Der erste Satz war recht eng und endete mit 6:4 für Schalk. Im zweiten Satz konnte der Burgoberbacher seine Überlegenheit deutlicher herausarbeiten und ließ seinen Gegner mehr laufen. Dies führte zwangläufig zu einer höheren Fehlerquote und Holger kam nur zu zwei hart erarbeiteten Punkten.

Thomas Näffgen bekam es mit Andreas, dem anderen Schalk-Bruder zu tun. Thomas, der trotz dem späten Saison-Beginn nur wenig Spielpraxis hat, präsentierte sich in guter Verfassung. Die Aufschläge kamen sicher und er zeigte sich mit Vor- und Rückhand sehr angriffslustig. Anders als sein Name vermuten lässt, kontere Schalk die Attacken des seit 17 Jahren im Frankenland weilenden Esseners recht humorlos. Nicht selten sah Thomas die Passierschläge mehrmals an sich vorbeifliegen. Nachdem er den ersten Satz mit 2:6 abgeben musste, kam er im zweiten Satz besser mit seinem Gegner zurecht. Beim Stand vom 4:5 war Thomas kurz vom Glauben an den Sieg beseelt, bevor ihm das Spiel doch noch entglitt. Auch einen Lokal-Bonus gewährte Schalk dem Ruhr-Export nicht, der seit Jahren in Burgoberbach wohnt: Endstand 2:6/4:6.

Lichtenauer Hoffnung keimte auf, als Thomas Michel auf Position 5 sehr souverän in Führung ging. Sein Gegner Klaus Hellmann war ihm in Punkto Beweglichkeit und Schnelligkeit nicht gewachsen. Die Michel´sche Rückhand kam sicher und die langen, hohen Ballwechsel waren wohl eher etwas für den Petersauracher. Satz 1 fuhr er recht überzeugend mit 6:3 ein. Auch im zweiten Satz behielt er die erfolgreiche Taktik bei und verführte seinen Gegner bei längeren Ballwechseln immer wieder zu gewagten Schlägen, die oft misslangen. So holte Thomas mit 6:1 auch den zweiten Satz und ließ das Lichtenauer Hoffnungsflämmchen noch etwas glimmen.

Das Spiel des Tages fand aber definitiv auf Platz 1 statt, wo Matthias Seitzinger und Norbert Pieschl sich die Ehre gaben. Die heraufziehenden Gewitterwolken hielten Matthias nicht vom rituellen Einspielen ab und nach kaum 20 Minuten ging es dann auch schon los. Hier hatten sich zwei ausgewiesene Slice-Experten versammelt, die sehr schön anzusehende Ralleys präsentierten. Matthias überzeugte an diesem Tag mit einen sehr sicheren Aufschlag - sonst ja nicht seine Stärke. Im ersten Satz machte er aber recht viele einfache Netzfehler, anders als Pieschl, der sehr sicher agierte. Nach kurzer Zeit stand es 6:2 für den Burgoberbacher. Im zweiten Satz zeigte der selbstbewußte 1er der Gastmannschaft aber Nerven. Matthias spielte nun auf hohem Niveau und es entwickelte sich ein schön anzuschauendes Match. 3:4, 4:5 und schließlich 5:5 zeigte die Anzeigentafel. Matthias konterte beim 5:6 mit zwei mutigen Netzattacken und sicherte sich den Tie-Break. Leider langte es dann aber doch nicht ganz, weil Norbert Pieschl alles aufbot und mit einigen Super-Schlägen davonzog und sich den Tie-Break sicherte. Am Ende hieß es für Matthias: sehr gut gespielt und knapp verloren.

In den Doppel ging es dann nur noch um die Ehre. Das 1er-Doppel bestritten Matthias und Thomas Näffgen gegen den nachgerückten Thomas Blank und Norbert Pieschl. Letztgenannter konnte auch hier wieder seine Klasse zeigen und harmonierte gut mit dem am Netz sicheren Blank. Unsere Lichtenauer konnten gut mithalten, aber unterlagen schließlich doch deutlich mit 4:6/2:6.

Dietmar Wenzlik und Thomas Michel traten im 2er-Doppel gegen Norbert Kelm und Klaus Hellman an. Das gut eingespielte Lichtenauer Duo brillierte am Netz und an der Grundlinie und holte den ersten Satz überzeugend mit 6:2. Weil schon alles entschieden war, fügten sich die Burgoberbacher im zweiten Satz in ihr Schicksal, was die Leistung der Lichtenauer aber nicht schmälern soll. Randnotiz waren ein paar leicht frustbehaftete Gewalt-Schmetterbällen des Burgoberbacher Teams. Endergebnis: 6:2/6:0. Der zweite Zähler für Thomas an diesem Nachmittag - seine Spiele standen eindeutig im "Michel-Punkt" des Interesses.

Im 3er-Doppel rückte Manfred Eschenbacher für Kapitän Holger nach, der sich schonte. Manfred traf mit Dieter Mohr auf den zweiten Michel, nämlich Stephan und Norbert Höchsmann. Diese waren doch etwas erstaunt, dass die Lichtenauer forsch in Führung gingen. Nach dem 2:1 holten die Burgoberbacher die Führung zurück und hielten sie bis zum 6:4. Mit guten langen Cross-Bällen und passabler Netzarbeit übernahmen die Lichtenauer dann aber das Kommando und spielten den zweiten Satz überzeugend mit 6:2 nach Hause. Im Super-Tie-Break ging ihnen aber dann die Luft aus. Bis sie sich versahen, stand es 1:8 und kaum einer hätte noch einen Pfifferling auf sie gewettet. Aber wie es halt so kommt: eine Steigerung hier, ein paar Leichtsinnsfehler dort - ruck zuck stand es 5:8, dann plötzlich 8:8. Als es 10:9 für Lichtenau hieß, hatte Eschenbacher mit zwei Aufschlägen den Sieg vor Augen. Ein Königreich für ein As... Leider konnte er diese Punkte nicht verbuchen und das Spiel kippte wieder. Bei 11:10 für Burgoberbach schob Dieter den Ball hinten über die Linie. Fazit: ein guter Saisoneinstand des 3er-Doppels aber am Feinschliff kann noch gearbeitet werden.


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